Die 1. Woche der berufsbedingten Hauterkrankungen ist Teil einer gesamteuropäischen Initiative unter Federführung der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venereologie (EADV ) „Ziel ist es, die Zahl der beruflich bedingten Hauterkrankungen deutlich zu verringern und den Hautschutz am Arbeitplatz zu verbessern“, erläutert der Initiator, Prof. Swen Malte John.
„Geeignete Vorsorgemaßnahmen sowie – bei Betroffenen eine frühzeitige Diagnose und Therapie – können ernsthafte wirtschaftliche, soziale und psychische Konsequenzen einer Hautschädigung am Arbeitplatz vermeiden. Sie helfen obendrein dem Arbeitgeber, kostenträchtige Ausfallzeiten am Arbeitsplatz zu verringern, um im Kostenwettbewerb besser bestehen zu können“, heißt es weiter in dem Aufruf zur Woche der berufsbedingten Hauterkrankungen. Die Angst vor Schwierigkeiten am Arbeitsplatz lassen Betroffene jedoch oft davor zurückschrecken, sich mit ihrem Hautproblem umgehend an einen Hautarzt ihres Vertrauens zu wenden. Zu Unrecht: Vertraulichkeit sei selbstverständlich immer gewährleistet.
Die Dunkelziffer bei beruflich bedingten Hauterkrankungen zu senken und Betroffene rechtzeitig zu beraten, ist das Ziel einer Kampagne der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venereologie (EADV). Sie steht für „Gesunde Haut am Arbeitsplatz und Prävention“ in ganz Europa. In Deutschland findet im Rahmen dieser Kampagne vom 20. bis 24. September 2010 die erste „Woche der beruflich bedingten Hauterkrankungen“ statt.
Träger der Aufklärungskampagne sind:
* die Arbeitsgemeinschaft Berufsdermatologie (ABD),
* die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG),
* der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD),
* die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
* die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).
* die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe (DKG)
Unterstützt wird die Initiative darüber hinaus von der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz.
Im Zeitraum vom 20. bis 24. September bieten die teilnehmenden Hautarztpraxen und Hautkliniken der Bevölkerung einen Hautcheck an, um den Verdacht auf eine beruflich bedingte Hauterkrankung abzuklären..
„Dermatologinnen und Dermatologen sind die Experten für das Hautorgan. Sie kennen die beruflich bedingten Einflüsse, die eine Hauterkrankung auslösen können und alle Maßnahmen, die zur Lösung des Hautproblems nötig sind: von vorbeugende Maßnahmen am Arbeitsplatz, über die Beratung und Aufklärung in Hautschutzseminaren bis hin zur medizinischen Versorgung", erläutert der Aufruf der beteiligten Verbände und Organisationen.
Die Veranstalter der bundesdeutschen EADV-Kampagne appellieren an die Bevölkerung: „Nutzen Sie die bundesweite Aktionswoche! Lassen Sie Ihren Verdacht auf beruflich bedingte Hautprobleme von einer Hautärztin oder einem Hautarzt abklären!“
Die Träger der Aktionswoche werden in diesem Zeitraum darüber hinaus Informationsveranstaltungen anbieten und Betroffene beraten.